Patientenfall KL II/1 – Behandlungsnotwendigkeit aber kein KIG, d.h. die Frühbehandlung wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt

Wie Sie sehen, ist die Fehlstellung bei der Erstvorstellung des Patienten im Oktober 2021 schon erheblich gewesen.

Zähne lesen bedeutet hier: ein Ungleichgewicht zwischen dem äußeren und inneren Funktionskreis oder auch: kein Lippenschluss mit Druck der Lippe von außen, dafür mehr Druck der Zunge von innen – > dadurch kein funktioneller Frontzahnkontakt.

Trotz diesem erheblichen Fehlwachstum mit einem Overjet (= OJ = sagittale Frontzahnstufe) von 7mm besteht kein KIG, d.h. die Frühbehandlung wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Die GKV würde erst ab einem OJ > 9mm die Behandlungskosten tragen.

Wir haben eine klassische mykie® Behandlung mit Trainer und parallel laufender myofunktioneller Therapie durchgeführt als „Selbstzahlerbehandlung“. Fast 2 Jahre später ist ein physiologischer Frontzahnkontakt erreicht, d.h. ein Gleichgewicht zwischen äußerem und inneren Funktionskreis.

Dieses sind Behandlungen, die häufig kieferorthopädisch nicht durchgeführt werden, da nicht jede Patientenfamilie sich dieses leisten kann oder will. Ich bin mir aber sicher, dass man allein durch Rezeptieren und Tragen einer MVP mit Tape und Mundschlusstraining auch viel hätte erreichen können.

Aus diesem Grund bieten wir im Februar einen Kurs bei uns in Weinheim an für das Dokumentieren von Behandlungserfolgen (wie erstelle ich Fotos? Was messe ich?), v.a. für Patienten, bei denen parallel keine mykie® Behandlung läuft, die z.B. ausschließlich von Logopäden behandelt werden. Da geht mehr als man so denkt 😊.

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